VALIE EXPORT Werke nach Kategorie

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Kubus EXPORT Der Transparente Raum

Glas - Skulptur, Installation - permante Installation

1999

Die un -endliche/ - ähnliche Melodie der Stränge

50teilige Installation

seit 2006 permanente Installation im Museum Arbeitswelt Steyr working_world.net - Arbeiten und Leben in der Globalisierung
1998

STELEN

Glas - Stelen im öffentlichen Raum

5 Glasstelen, die in durchschnittlicher Kopfhöhe mit der Rückseite einer Maske als Hohlform von beiden Seiten bedruckt sind, so daß der Blick durch die Stehle hindurch zum Ort einer Begegnung werden kann - mit der korrespondierenden Leerstelle oder einem Gegenüber. In umgekehrter Form ist die Signatur der Maske, ihre Nummerierung,

als Blindenschrift aus der Fläche hervortretend nach Außen aufgearbeitet. Für eine Aufstellung im öffentlichen Raum während der Ausstellung „Masken - Versuch über die Schoa“ (25.07.1997-26.10.1997) des Jüdischen Museums in Wien konzipiert.
1997

kunst am bau: ahs laaerbergstrasse

Projekt: Glas - Lichtobjekt, Wettbewerbsbeitrag

1997

Passage des Erinnerns (Mahnmal und Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Naziregimes in Österreich 1938 - 1945, Judenplatz Wien)

Installation / Wettbewerbsbeitrag

„Die „Passage des Erinnerns“ ist eine Passage, die durchschritten wird als Weg entlang von Ereignissen des Gedenkens. Sie erschließt sich dem Menschen nicht durch passive Betrachtung, sondern fordert seine aktive Auseinandersetzung.

Zwei Wände.

Zwei Wände, eine aus dunklem Stein, die andere aus opakem Glas, bilden, zueinander geneigt, eine Passage, deren räumliche Wirkung als körperlich-sinnlicher Eindruck des Mahnmals erfahrbar ist. (...)
Schrift und Ton (...) Beim Durchgehen der Passage werden - mittels Sensoren - Tonbandtexte aktiviert, die aus den vertikalen Ton-Fugen in der Steinwand hörbar werden. Die Texte sind sehr leise, so daß das Ohr nahe an die Fugen gebracht werden muß. (...) Inhalt der Texte: Gesänge, Texte, Musik jüdischer Geschichte, Ton- und Geräuschcollagen ... Im breiten, geöffneten Teil der Passage wird mittels eines im Stein integrierten Lasers Text auf die opake Glaswand projiziert. Die rote Schrift ist auf der Innenseite zu lesen, zeigt jedoch auf der Außenseite ein bewegtes spiegelverkehrtes Textbild. Durch die Projektionsart und die Größe der Projektionsfläche entstehen im Passageninneren leichte Verzerrungen anamorphischen Charakters, die den Texten eine dramaturgische Gestaltungsbedeutung verleihen. Alle geschriebenen Texte werden auch in Blindenschrift zu lesen sein.    

Aktion und Reaktion.

Schrift und Ton transportieren keine statische, sondern eine bewegte, fließende Botschaft, die sich für den einzelnen Menschen immer wieder neu aufbaut. Das Mahnmal reagiert aktiv auf den Menschen, wird erst von ihm durch Bewegung zum Sprechen - im wörtlichen Sinn - gebracht. (...) Beim Umgehen des Mahnmals sind zwei Zitate zu lesen: Auf der Außenseite der Steinwand die Frage: „Warum soviel Widerstand gegen das Erinnern?“ (Luce Irigaray), auf der Außenseite der Glaswand ein Satz von Franz Kafka: „das einzig reale ist der schmerz“.“ (Auszug aus dem Text von VALIE EXPORT, in: Katalog zum Wettbewerb)

 
1996

Nadel

1996/97

1996 1997

Der Schrei

Foto-Edition

Anagramatic Body

Text- Laserinstallation, Akustische Installation Wanne mit Altöl, Laserprojektion von Schrift auf schwarzes Öl in vier Becken, akustische Installation: Sprachkassette mit glossalischen Texten

Anagramatic Body Der Körper - ein Satz, zerbrochen in Fragmente, eine endlose Kette von Anagrammen, Abbilder einer Realität die nicht für alle dieselbe Wirklichkeit ist, Meprobamate - Sedabamate in angstvoller Obsession der körperlichen Erfahrung, die Unbestimmtheit, die Ambivalenz, die bloße Virtualität als phantasmatische Drohung Adapin - Elavil Der Mensch löst sich vom Körper und von den Bildern des Körpers, eine vertraute Thematik kehrt wieder.

Die Identifizierung des Selbst mit dem Körper, die Grenzen, die Ausdehnung des Ichs in den Raum und der gleichzeitige Ich-Verlust, das Bewußtsein der Leere und des Nichts. Die Schnitte in der Haut sind keine Verletzungen, ein hysterisches aufspalten. Amitril - Tranxene Worte zerkratzen die Ufer meines Mundes Desipramine Der Körper - ein Komplize des Realen, die Erfahrung des Körpers als Grenze.
1994

Der Riss im Wort

Variable Installation (Text, Raum)Textinstallation unter Verwendung eines Anagramms von Unica Zürn, „Ich weiß nicht, wie man die Liebe macht“ (1959); 24 Folien mit Unica Zürn-Textfragmenten im Siebdruckverfahren bedruckt

„Ich weiss nicht, wie man die Liebe macht.

Wie ich weiss, `macht´ man die Liebe nicht.
Sie weint bei einem Wachslicht im Dach.
Ach, sie wächst im Lichten, im Winde bei
Nacht. Sie wacht im weichen Bilde, im Eis
des Niemals, im Bitten. Wache, wie ich. Ich
weiss, wie ich macht man die Liebe nicht.
(Ermenonville, 1959)
1994

Das Unsagbare Sagen

Dokumentation über ungewöhnliche Sprachverwendungen mit Ingrid und Oswald Wiener

Electron

Wärme - Installation

1992

Räume

Digitale Fotografie, Foto - Mappe, Foto - Edition

1991

Orthogonale Raumvektoren

Skulptur, Installation, Foto - Objekt, Digitale Fotografie

1990

Windshields

„Bei der Installation Windshields dient die transparente, gläserne Windschutzscheibe als Leinwand. Das immaterielle Bild auf der bewegten Windschutzscheibe materialisiert sich in einem Bild, das dem eines Filmstreifens ähnelt. Die Windschutzscheibe wird zum Kader, zum Bildträger. Ähnlich wie der Betrachter eines Filmes die Abfolge der bewegten Bilder wahrnimmt, nimmt auch der Autofahrer die vorbeiziehenden Bilder wahr, das Autor wird zur Kamera, die Windschutzscheibe wird zur immateriellen Bildleinwand, die Abfolge der bewegten Bilder wird zum Film.

Die visuelle Wahrnehmung des Betrachters erfolgt in der Abfolge der Zeitmomente und in derr Zerlegung des Raumes. Die Inszenierung des in Fragmente zerlegten Selbst.Bildnisses der Installation Windshields, übertragen auf transparente einzelne Leinwände, entspricht dem Prinzip der Filmmontage, aber auch der zer>>splitter<<ten Wahrnehmung der Wirklichkeit.“
(V.E. in: Kat. zur Ausst. Außerhalb von Mittendrin, Berlin 1991, S. 60)
1990

Empty Windshields

7teiliges Objekt

1990

Spieglerisches Echo

Altöl, Spiegel, 2 Holzstühle

1990

ATOPON - Nicht-Ort

Installation, Foto - Objekt

1990

Aura - walking feets

Video - Film - Installation, 1990/1997

Installationsangaben:
Ein Projektor wirft einen Film gehender Füße auf 6 Windschutzscheiben in Folge, die auf dem Boden stehen.
1. Version (Split Reality 1997, MMK Wien): mit Super 8 mm Film-Projektion.
2. Version (2000, Paley Gallery Philadelphia): mit Video Projektion. Abbildungen:
1) VALIE EXPORRT. Split Reality, MMK Wien
2) VALIE EXPORT. Zeit und Gegenzeit, Museion, Bozen
1990
1989 1990

Duale Duelle

Wand - Installation, Foto - Objekt, Digitale Fotografie, 1989/ 1990

TWI-TOPON I

digital bearbeitete analoge s/w Fotografie

1989

TWI-TOPON II

digital bearbeitete analoge s/w Fotografie

1989

Stimmen aus dem Innenraum

Medienoper, intermediale Performance

1988

Concrete Computer DisPlay

Raum-Text-Installation, Videoinstallation, Wandinstallation, 1988/1990

„Die Wandinstallation „Concrete Computer DisPlay“ ist als eine „Computer-Skizze“ (mediale Skizze) für eine große, computer gesteuerte interaktive Raum-Text-Installation gedacht. Der „Sprach-Text-Raum“ umfasst alle Flächen eines Raumes, ist begehbar, und besteht aus verschieden großen Monitoren, die wie die Zeichnung eines Kreuzworträtsels angeordnet sind. Für jeden Buchstaben der Wörter / Texte wird ein Monitor benützt. Der Partizipient kann mit Hilfe verschiedener Computerprogramme u.a. auch Kreuzworträtsel herstellen, lösen. Es werden aber auch Programme zugängig sein, die nach Eingabe eines Wortes durch den Partizipienten alle möglichen Ver-Formungen, Verwandschaften des Wortes als neue Wörter, Texte auf die Monitore bringen - Permutation, Variante, Kombination - aber auch phonetisch verwandte Wörter / Texte aus anderen Sprachen, Wortspiele in verschiedenen Sprachen. Ebenfalls werden Programme arbeiten, die Ähnlichkeiten und Unterschiede des / der eingegebenen Wortes / Wörter analysieren und daraus Anagramme herstellen (Mediale Anagramme).

Die Programme reagieren aber auch auf die menschliche Stimme, aus der sie ebenfalls Eigen-Sinn und Verwandtschaft visuell zusammenstellen, und - die Monitor-Wände können auch sprechen. Es werden somit Text/Wort-Räume geschaffen, die den aktiven Besucher umgeben und einen interaktiven Umgang mit den Texten und der Technik schaffen: der Computer reagiert durch Analyse und Programm auf die Eingaben des Partizipienten, der Partizipient reagiert aber auch wieder auf das sichtbare Resultat der Programme, so entsteht eine fortwährende Interaktion und Inter - Kommunikation zwischen Mensch und Maschine und Maschine und Mensch auf der Ebene des Wortes, des Textes, der Sprache. Eine Mensch - Maschinen - Sprache, ein Text - Körper, entsteht. Das Ziel dieses Projektes wäre ein 5-stöckiges Haus mit -zig gefüllten Sprach-Computerräumen, in denen unablässig in unbestimmter Folge Texte produziert werden, Sinn-volle und Sinn-neue.“ (V.E., in: Im Licht des Monitors 1990)
1988

Die Praxis des Lebens oder „tatood tears“

Bleidreieck, Altöl, Fotos von Stromtoten, 3 Videomonitore verbunden durch stromführende Drähte, Videobänder (Ausschnitte: Hyperbulie, Nashorn, Menschenfrauen)

Frank Wagner: Zur Ausstellung
(Maschinenhaus, Kiel. Ohnmacht. Zur Einhundertjahrfeier der Muthesius-Kunsthochschule, 17.05.2007 – 09.06.2007)
(...) So war im Hauptsaal die großartige Installation der weltbekannten österreichischen Medienkünstlerin VALIE EXPORT aus dem Jahr 1983 zu sehen, die sich mit Elektrizität als Metapher von Macht und Kontrolle bis hin zum Verlust des Lebens auseinandersetzt. Ständig fasst eine Frau ENTSCHIEDEN – aus Verzweiflung, weil sie die Verhältnisse nicht erträgt – in die Oberleitungen eines Hochspannungsmastes. Die Künstlerin nennt diese Arbeit in voller Härte „Die Praxis des Lebens oder „Tatood Tears“.
Es handelt sich bei dieser Installation um ein Tableau der starken Bilder. Sie besteht aus zwei Monitoren, die links und rechts an einem Ende einer dreieckigen Stahlwanne aufgestellt sind. Die Wanne ist mit Altöl gefüllt, auf der Flüssigkeitsoberfläche und über die Begrenzungen der Wanne hinaus sind Fotovergrößerungen von Personen, die durch Stromschläge ums Leben gekommen sind, verteilt. Das Material recherchierte die Künstlerin im Elektropathologischen Museum in Wien. Der eine Monitor zeigt eine knapp geschnittene Sequenz einer Traum- oder Selbstmordszene. Eine Frau greift immer wieder mit beiden Händen an eine Starkstromleitung. Die Künstlerin integriert Szenen aus ihrem 1979 entstandenen Film „Menschenfrauen“, in dem eine der vier weiblichen Hauptdarstellerinnen auf einen Hochspannungsmast steigt, um sich das Leben zu nehmen. Auf einem anderen Monitor sieht man die Profilaufnahme eines Nashornkopfes, der fast unbewegt den Betrachter anschaut und nur ab und zu reflexartig das Auge schließt. Es ist die Kreatur, die das Treiben des Menschen nicht versteht, ihm unverwandt gegenüber steht.
Der Strom, die Elektrizität war für VALIE EXPORT immer Material und Energie, ja Metapher für eine Macht, die sie in ihrer künstlerischen Praxis häufig eingesetzt hat. Der Strom ist immaterieller Teil der Materie, eine Energieform, die einerseits als Metapher für technischen Fortschritt und als strukturierende Kraft unseres Lebens gelten kann, andererseits ein Bild für strukturelle Gewalt ist. Die Berührung mit Todesfolge kann so in „Tatood Tears“ als direkter Effekt gesellschaftlicher Machtmechanismen gelesen werden, an denen das Individuum letztendlich zu Grunde gehen kann. VALIE EXPORT bringt selbst die „Tatood Tears“ – die Verbrennungen – in Verbindung mit dem „Wärmetod“. Der gesellschaftlich vermittelte Zwang, unausgesprochene und unaussprechliche Gefühle zu unterdrücken, übersetzt VALIE EXPORT in das metaphorische Bild der Hochspannung, das durch Verschränkung von Leben, Leiden, Schmerz und Leidenschaft im Tableau assoziiert wird.
(Zitat aus: Frank Wagner: Zur Ausstellung, in: Petra Maria Meyer (Hrsg.): Gegenbilder. Zu abweichenden Strategien der Kriegsdarstellung, Wilhelm Fink Verlag, 2009, S. 500f.)

Geburtenbett

Skulptur, Installation

„Mit der Skulptur ist ein Videomonitor verbunden. Das Tape zeigt die heilige Wandlung, einen Teil der römisch-katholischen Kirche und medizinische Genmanipulation.“ (V. E.) Installationsvarianten: zur ersten Installation war vorgesehen den Monitor mit dem Tape der heiligen Wandlung auf der Kopfschräge der Installation anzubringen. 1980 waren dann aber Bett und Monitor bei der erstmaligen Präsentaion der Skulptur auf der Biennale di Venezia getrennt: das Bett befand sich im Innenraum des > Österreichischen Pavillons, der Monitor war gelöst von der Skulptur auf einer Metallstele im Außenraum angebracht, in Verlängerung der Flucht des Bettes. Am anderen Ende des Raumes/ Bettes stand ihm ein Monitor gegenüber, auf dem der Film ...Remote...Remote gezeigt wurde.
Im Anschluß an die Biennale wurde das Geburtenbett 1980 als dauerhafte Leihgabe der Künstlerin im Skulpturengarten des Schweizer Hauses/ MMK Wien installiert, wo nun der Monitor seitlich zum Bett aufgestellt und durch ein vorgezogenes Dach geschützt ist. Die von Monika Faber kuratierte Ausstellung „Split Reality“ zeigte ebenfalls die Installation „Geburtenbett“.
1980

I (beat (it)) II

Installation, Video-Installation

3 Monitore, Videobänder, Foto einer Frau (VALIE EXPORT) mit Bleibändern um Hand- und Fußgelenke, Bleibänder, Altöl
1980