VALIE EXPORT Werke nach Kategorie

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JUMP

Farb- Fotografie, Foto - Edition Jum 1, Jump 2

2009

I turn over the pictures of my voice in my head

Text, Performerin VALIE EXPORT
deutsch mit englischen Untertiteln
Kamera Laryngoskop: Erhard Suess

Der Film entstand aus der Performance “The voice as Performance, Act and Body†?  2007 Arsenale. La Biennale di Venezia, 52. Esposizione Internazionale d.Arte/ 52nd International Art Exhibition. Pensa con i sensi - sensi con la mente. L'arte al presente

 

Text  zum Videofilm:
Elfriede Jelinek. Ungeduldetes, ungeduldiges Sichverschließen (ach, Stimme!), Februar 2009 Die Stimme ist gerade unterwegs zur Sprache. Sie kann sich dabei nicht aufhalten lassen, sie hält sich ja schon selber auf. Irgendwo muß sie schließlich wohnen. Sie hält sich in der Kehle auf, dort trifft sie die Sprache, und gemeinsam gehen sie dann wieder aus dem Hals hinaus ins Leben. Das ist der Sprache nicht bewußt, denn es interessiert sie nur, was sie zu sagen hat. Lesen Sie mehr
2008

Scherentänzerinnen

Tanzquartier 2009

Zwei Scheren, verschränkt zu einer grazilen Skulptur, bringen die Eleganz und Form, aber auch die notwendige Schärfe zeitgenössischer Kunst auf den Punkt. Eine Skulptur „tanzender Scheren“ dient der Performerin, Künstlerin als Ausgangspunkt für ihren Entwurf der TQW-Kampagne in den Monaten März/April 2009.

„Jede Bewegung ist wie ein Schnitt im Raum“. Mit den Scherentänzerinnen übersetzt VALIE EXPORT ein Kernprinzip ihrer langjährigen künstlerischen Praxis in eine Skulptur.
Seit den sechziger Jahren macht EXPORT – nicht zuletzt durch Einsatz ihres eigenen Körpers – Kunst als „Einschnitt“ in unsere gewohnte Wirklichkeitserfahrung deutlich. Sie entlarvt Wirklichkeit als Konstruktion, die durch Normen der Gesellschaft und eingeübte Wahrnehmungsmuster gebildet wird. Dadurch markiert sie in ihren Arbeiten stets jenen Moment, der Widerstand, Selbstbestimmung und die Überwindung der eintrainierten Muster ermöglicht.

„Jeder Schnitt erfordert“ eine manuelle Bewegung, einen individuellen Rhythmus, keine genormten Bewegungen! Jede Hand schneidet in verschiedenen Rhythmen.“

Für VALIE EXPORTs Skulpturenedition für das Tanzquartier Wien verbeißen sich zwei Metallscheren im rechten Winkel in einander. Eine deutlich sichtbare Schweißnaht verschmilzt das Paar zu einem haptisch verführerischen – und zugleich gefährlich spitzen – Objekt.    Ihrer ursprünglichen Funktionsweise beraubt, fordern die Scheren als Kunstwerk zum Angreifen und spielerischen Experimentieren auf.

VALIE EXPORT entwickelte fünf unterschiedliche Scherenskulpturen, die in limitierter Auflage (10 Stück) produziert wurden.

Das TQW März/April – Plakat (und alle anderen Druckwerke und Inserate) zeigt ganz in der Tradition von EXPORTs konzeptueller Fotografie eine Schere als „virtuelles“ Instrument, das in einen analogen Filmstreifen eindringt. Als Grundlage des Motivs dienst eine manuelle Schneidebewegung der Künstlerin, die für die Herstellung des Plakates eine original Experimentalfilmrolle (aus den 60er Jahren) aus ihrem Werkarchiv mit Scheren weiter bearbeitet. Der Schnitt zum computergenerierten Bild erfolgt quer zum Filmkader und erweitert das Prinzip der im rechten Winkel verkeilten Scherentänzerinnen auf die mediale Ebene der TQW –Drucksorten.

aus: dancer´s, Heft 2/09, April/Mai 2009, S. 40.
2008

Scherentänzerinnen

Tanzquartier 2009

Zwei Scheren, verschränkt zu einer grazilen Skulptur, bringen die Eleganz und Form, aber auch die notwendige Schärfe zeitgenössischer Kunst auf den Punkt. Eine Skulptur „tanzender Scheren“ dient der Performerin, Künstlerin als Ausgangspunkt für ihren Entwurf der TQW-Kampagne in den Monaten März/April 2009.

„Jede Bewegung ist wie ein Schnitt im Raum“. Mit den Scherentänzerinnen übersetzt VALIE EXPORT ein Kernprinzip ihrer langjährigen künstlerischen Praxis in eine Skulptur.
Seit den sechziger Jahren macht EXPORT – nicht zuletzt durch Einsatz ihres eigenen Körpers – Kunst als „Einschnitt“ in unsere gewohnte Wirklichkeitserfahrung deutlich. Sie entlarvt Wirklichkeit als Konstruktion, die durch Normen der Gesellschaft und eingeübte Wahrnehmungsmuster gebildet wird. Dadurch markiert sie in ihren Arbeiten stets jenen Moment, der Widerstand, Selbstbestimmung und die Überwindung der eintrainierten Muster ermöglicht.

„Jeder Schnitt erfordert“ eine manuelle Bewegung, einen individuellen Rhythmus, keine genormten Bewegungen! Jede Hand schneidet in verschiedenen Rhythmen.“

Für VALIE EXPORTs Skulpturenedition für das Tanzquartier Wien verbeißen sich zwei Metallscheren im rechten Winkel in einander. Eine deutlich sichtbare Schweißnaht verschmilzt das Paar zu einem haptisch verführerischen – und zugleich gefährlich spitzen – Objekt.
Ihrer ursprünglichen Funktionsweise beraubt, fordern die Scheren als Kunstwerk zum Angreifen und spielerischen Experimentieren auf.

VALIE EXPORT entwickelte fünf unterschiedliche Scherenskulpturen, die in limitierter Auflage (10 Stück) produziert wurden.

Das TQW März/April – Plakat (und alle anderen Druckwerke und Inserate) zeigt ganz in der Tradition von EXPORTs konzeptueller Fotografie eine Schere als „virtuelles“ Instrument, das in einen analogen Filmstreifen eindringt. Als Grundlage des Motivs dienst eine manuelle Schneidebewegung der Künstlerin, die für die Herstellung des Plakates eine original Experimentalfilmrolle (aus den 60er Jahren) aus ihrem Werkarchiv mit Scheren weiter bearbeitet. Der Schnitt zum computergenerierten Bild erfolgt quer zum Filmkader und erweitert das Prinzip der im rechten Winkel verkeilten Scherentänzerinnen auf die mediale Ebene der TQW –Drucksorten.

aus: dancer´s, Heft 2/09, April/Mai 2009, S. 40.
2008

KALASHNIKOV

„EXPORT vereint in ihren Produktionen kreative und kritische Praxis – Avantgarde und Feminismus, Film und Repräsentationskritik, Performance und kritische Kulturstudien. Ein präzise Sprachanalyse von Bildpolitiken wird zu ihrem Charakteristikum und durchzieht ihr Gesamtwerk bis heute. (....) In EXPORTs neuen Arbeiten ist eine Strategie der subversiven Affirmation und Überidentifizierung im Sinne De Carteaus auszumachen, wenn sie drastische Medienbilder aus dem Internet übernimmt oder ambivalente Situation der Abrüstung aus einem flüchtigen Zeitungsartikel real im Kalaschnikowturm nachstellt. Die Sichtbarmachung der chinesischen Hinrichtungen sowie des alltäglichen Gemetzels im Irakkrieg bedeutet eine „andere“ Produktion. Die Künstlerin äußert sich „nicht über eigenen Produkte, sondern in der Umgangsweise mit den Produkten“ -    - in unserem Fall in für jeden zugänglichen Bildern aus dem Netzt –„ die von einer herrschenden (...) Ordnung aufgezwungen werden. (1) De Certeau bezeichnet diese „andere Produktion“, deren Bewegungen sich „innerhalb des Sichtfeldes des Feindes“ abspielen, als Taktiken. Dies Taktik erlaubt es EXPORT , an bestimmtem politischen Diskursen teilzunehmen, diese sich anzueignen und dabei gleichzeitig zu unterwandern, sich über die Sprache und deren Grammatik zu verständigen, (...)“.

Hedwig Saxenhuber (Hg): VALIE EXPORT. Sonderausstellung der 2. Moskaubiennale, Folio Verlag. 2007

(1) Michel de Certeau, Kunst des Handelns, Berlin 1988, S. 13, siehe Inke Arns, Überidentifizierung und subversive Affirmation als postmoderne Versionen "apopathischer" Wiederholungsstrategien der sowjetischen Spätavantgarde (Oberiu), Disputationsvertrag, Berlin 2004, S.5
2007

"the voice as performance, act and body"

Performance, THE PAIN OF UTOPIA, DER SCHMERZ DER UTOPIE


La Biennale di Venezia, 52. Esposizione Internazionale d'Arte / 52nd International Art Exhibition. Pensa  con i sensi - sensi con la mente. L'arte al presente / Think with the Senses - Feel with the Mind. Art in the Present Tense
Arsenale, Venezia 2007

Die widerspenstige Stimme, die gespaltene Stimme. Die Stimme ist Suture, die Stimme ist Naht, die Stimme ist Schnitt, die Stimme ist Riß, die Stimme ist meine Identität, sie ist nicht Körper oder Geist, sie ist nicht Sprache oder Bild, sie ist Zeichen, sie ist Zeichen der Bilder, sie ist ein Zeichen der Sinnlichkeit. Sie ist ein Zeichen der Symbole, sie ist Grenze. Sie spricht den „gespaltenen Körper.", sie ist in der Kleidung des Körpers verborgen, sie ist immer woanders. Der Lebensatem ist ihre Quelle...... ... weiterlesen

© VALIE EXPORT Ausschnitt aus dem gesprochenen Text, 2007

2007

„glottis“

DVD Installation, im Rahmen der Arbeit: THE PAIN OF UTOPIA. DER SCHMERZ DER UTOPIE La Biennale di Venezia. 52nd International Exhibition 2007

The glottis, the vocal cords, are symbols of the voice
they divide two phenomena
the voice inside, the breath
and the voice outside
the phenomenon of vocalization
of speech formation. The echo of the hidden vocal cords
speaks throught the visible lips of the mouth. Turbulences of breath
formulate the expulsion of air
that opens the glottis
tears it apart
bursts through it Turbulences that cut into the vocal cords
that score the banks of the vocal orifice 2007 © VALIE EXPORT
2007

„...remote...remote...passagen“

Film Installation, im Rahmen der Arbeit: THE PAIN OF UTOPIA. DER SCHMERZ DER UTOPIE

2007

Der Blick des Blickes (Arbeitstitel)

Installation, Skulptur 2004, Idee 1992

Der Blick des Blickes - Beobachtungen (Arbeitstitel) 2004,
Idee Milwaukee, Wisconsin, April 1992
Projekt

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2004
2003

Die Macht der Sprache

6teilige Videoinstallation

Die Macht der Sprache zeigt ihre Spur noch lange nach dem Schweigen.
VALIE EXPORT

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2002

Heads - Aphärese

Skulptur, Objekt

24 Köpfe aus Wachs, 24 Köpfe aus Aluminium, 12 Köpfe aus Bronze (gegossen), 3 DVDs, 3 Monitore
Maße je Kopf 29 x 16 x 26 cm, Gesamtmaß der Installation variabel
2002

SPUREN : ID - Gravis

Paravent, dreiteilig, beidseitig bedruckt, 3 Motive , Auflage 12 Stk. 2000-2001

Motiv A: Application-Specific Intergrated Circuit, ASIC, Text MicroChip, 250.000 transistors (Detail), 1986

Motiv B: Genetic Code V.E, it is the sequence of gene bearing the blueprint for human interferon. The structural gene itself begins at the nucleobase No. 61; it is translated, codon by coden, into protein‘; ‚met‘ refers to ‚methionine,‘> etc.
The lower-case letter sequence from 1 to 23 is called a leader sequence; it is necessary for the secretion of the completed interferon molecule from the cell and is thereafter capped.(Detail). 1992

Motiv C: Biografie V.E. mit generierten Computerprogramm hergestellt, (Detail), 2000
2000