Werke: A-Z

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Sehtext: Fingergedicht

nach dem gleichnamigen Foto-Poem von 1968: „ich sage die zeige im zeigen der sage (frei nach Martin Heidegger)"
Video-Poem, 2 Min., s/w, ohne Ton
(Transfer auf DVD 2003)
Performerin: VALIE EXPORT
The Austrian Exhibition, Demarco Gallery, Edinburgh 1973

1973

sym/mys

Video, 11 Min., s/w
Dokumentation der gleichnamigen Performance im Badischen Kunstverein, Karlsruhe 1978
PerformerInnen: VALIE EXPORT, Peter Weibel
mit Peter Weibel


1978

Selbstportrait mit Kopf

N8mm, 1 Min., s/w, ohne Ton (Transfer auf DVD 2003) Kamera: Rosemarie de Morpurgo Varzi Lehner, Montage: VALIE EXPORT electric cinema, Amsterdam 1971
1966 - 1967

Schallplattenfilm

„Schallplatte, die in eine Kassette gesteckt Filme projiziert, weg vom Magnetband, weg vom Zelluloid." (V.E. 1968) Expanded Movie Projekt mit Peter Weibel
1968

Selbstportrait mit Augen

16mm, 245 Kader x 6, Farbe, ohne Ton Kamera: VALIE EXPORT Performerin: VALIE EXPORT [nicht aufgeführt]
1970

Die Stufen

Österreichischen Filmpreis, Akademie des Österreichischen Films
2011

SCHATTEN

Fotoedition SCHATTEN, für die Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz zur Verfügung gestellt.

In zwei Phasen fällt das Wort "Shadow" auf Papier, Grau auf Weiß, wie ein Fotogramm eines realen Schattens. Der Schatten ist der Verweis eines Objektes außerhalb des Bildes, das von einer entgegengesetzten Lichtquelle beleuchtet wird.
Der Reinerlös der Edition  soll den Studierenden der Kunstiversität Linz zu Gute kommen. Es wird ein VALIE EXPORT Preis gestiftet, der von einer hochrangigen Jury betreut und im Abstand von 2 Jahren jungen KunststudendInnen ein Stipendium ermöglicht.  
2010

Scherentänzerinnen

Tanzquartier 2009
Zwei Scheren, verschränkt zu einer grazilen Skulptur, bringen die Eleganz und Form, aber auch die notwendige Schärfe zeitgenössischer Kunst auf den Punkt. Eine Skulptur „tanzender Scheren“ dient der Performerin, Künstlerin als Ausgangspunkt für ihren Entwurf der TQW-Kampagne in den Monaten März/April 2009.

„Jede Bewegung ist wie ein Schnitt im Raum“. Mit den Scherentänzerinnen übersetzt VALIE EXPORT ein Kernprinzip ihrer langjährigen künstlerischen Praxis in eine Skulptur.
Seit den sechziger Jahren macht EXPORT – nicht zuletzt durch Einsatz ihres eigenen Körpers – Kunst als „Einschnitt“ in unsere gewohnte Wirklichkeitserfahrung deutlich. Sie entlarvt Wirklichkeit als Konstruktion, die durch Normen der Gesellschaft und eingeübte Wahrnehmungsmuster gebildet wird. Dadurch markiert sie in ihren Arbeiten stets jenen Moment, der Widerstand, Selbstbestimmung und die Überwindung der eintrainierten Muster ermöglicht.

„Jeder Schnitt erfordert“ eine manuelle Bewegung, einen individuellen Rhythmus, keine genormten Bewegungen! Jede Hand schneidet in verschiedenen Rhythmen.“

Für VALIE EXPORTs Skulpturenedition für das Tanzquartier Wien verbeißen sich zwei Metallscheren im rechten Winkel in einander. Eine deutlich sichtbare Schweißnaht verschmilzt das Paar zu einem haptisch verführerischen – und zugleich gefährlich spitzen – Objekt.    Ihrer ursprünglichen Funktionsweise beraubt, fordern die Scheren als Kunstwerk zum Angreifen und spielerischen Experimentieren auf.

VALIE EXPORT entwickelte fünf unterschiedliche Scherenskulpturen, die in limitierter Auflage (10 Stück) produziert wurden.

Das TQW März/April – Plakat (und alle anderen Druckwerke und Inserate) zeigt ganz in der Tradition von EXPORTs konzeptueller Fotografie eine Schere als „virtuelles“ Instrument, das in einen analogen Filmstreifen eindringt. Als Grundlage des Motivs dienst eine manuelle Schneidebewegung der Künstlerin, die für die Herstellung des Plakates eine original Experimentalfilmrolle (aus den 60er Jahren) aus ihrem Werkarchiv mit Scheren weiter bearbeitet. Der Schnitt zum computergenerierten Bild erfolgt quer zum Filmkader und erweitert das Prinzip der im rechten Winkel verkeilten Scherentänzerinnen auf die mediale Ebene der TQW –Drucksorten.

aus: dancer´s, Heft 2/09, April/Mai 2009, S. 40.
2008

SPUREN : ID - Gravis

Paravent, dreiteilig, beidseitig bedruckt, 3 Motive , Auflage 12 Stk. 2000-2001
Motiv A: Application-Specific Intergrated Circuit, ASIC, Text MicroChip, 250.000 transistors (Detail), 1986

Motiv B: Genetic Code V.E, it is the sequence of gene bearing the blueprint for human interferon. The structural gene itself begins at the nucleobase No. 61; it is translated, codon by coden, into protein‘; ‚met‘ refers to ‚methionine,‘> etc.
The lower-case letter sequence from 1 to 23 is called a leader sequence; it is necessary for the secretion of the completed interferon molecule from the cell and is thereafter capped.(Detail). 1992

Motiv C: Biografie V.E. mit generierten Computerprogramm hergestellt, (Detail), 2000
2000

STELEN

Glas - Stelen im öffentlichen Raum
5 Glasstelen, die in durchschnittlicher Kopfhöhe mit der Rückseite einer Maske als Hohlform von beiden Seiten bedruckt sind, so daß der Blick durch die Stehle hindurch zum Ort einer Begegnung werden kann - mit der korrespondierenden Leerstelle oder einem Gegenüber. In umgekehrter Form ist die Signatur der Maske, ihre Nummerierung,

als Blindenschrift aus der Fläche hervortretend nach Außen aufgearbeitet. Für eine Aufstellung im öffentlichen Raum während der Ausstellung „Masken - Versuch über die Schoa“ (25.07.1997-26.10.1997) des Jüdischen Museums in Wien konzipiert.
1997

Schnitt im Raum

1995/1997
1. Version: SCHNITT IM RAUM:
Installation als Einschnitt in das Museum, als Öffnung und Verbindung von Außen und Innen für die Ausstellung im Museum Moderner Kunst/ Wien 1997 konzipiert.
2. Version: RIß IM RAUM
Die Installation wurde anschließend vom Architektur Zentrum Wien übernommen und in dessen Eingangsbereich im Museumsquartier /Wien angebracht.
1995

Spieglerisches Echo

Altöl, Spiegel, 2 Holzstühle
1990

Stimmen aus dem Innenraum

Medienoper, intermediale Performance Intermediales Bühnenstück Idee, Konzept: VALIE EXPORT; Mediale Gestaltung: VALIE EXPORT, Peter Weibel; Gestaltung/ Unica Zürn: VALIE EXPORT; Text: Peter Weibel; Musik: Patricia Jünger; Bühne: Perdita Chan; Kamera: Gerhard Riml; Videoschnitt und Effekte: Muki Pakesch; Videoton: Karl Kowanz; Kostüme: Perdita Chan, Susanne Widl; Darstellerin: Susanne Widl ars electronica, Linz 1988
1988

Syntagma

16 mm, 18 Min., Farbe (Transfer auf DVD 2004) Buch und Regie: VALIE EXPORT; Kamera: Fritz Köberl; Ton: Hans Hartel Darstellerin: Irmelin Hoffer Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion / Wien Uraufführung: Viennale - Vienna International Film Festival, 1984
1983

Split Video Mobile

Videoinstallation, variable Länge, s/w Videoplastik, Video Skulptur, Closed Circuit Installation, Closed Circuit Performance „VALIE EXPORT: Serien", Atelier Augarten, Wien 2004
1975 / 2004

SCHRIFTZEICHEN /SCHREIBVERSUCHE

Schrift - Performance
In diese angstvolle Wirrnis der körperlichen Erfahrungen schiebt sich das hysterische Syndrom: Verdoppelung des Körpers und Bildung eines alter ego , in dem das Subjekt wie in einem Spiegel die Gedanken, Wünsche und Gesten abliest, von denen die dämonische Doppelgänger es von vornherein enteignet; hysterisches Aufspalten, bei dem anästhesierte oder paralysierte Elemente der Gesamterfahrung des Körpers entzogen werden; Phobie – Angst vor Gegenständen, deren phantasmatische Drohungen, für den Kranken, auf die Integrität seines Körpers abzielen.

Michel Foucault, Psychologie und Geisteskrankheit, S 38




Blatt 1
Mit beiden Händen gleichzeitig geschrieben Konzentration auf rechte Hand

Blatt  2
Mit beiden Händen gleichzeitig geschrieben Konzentration auf linke Hand

Blatt  3
Nach Diktat mit beiden Händen gleichzeitig geschrieben

Blatt 4
Nach Diktat mit beiden Händen gleichzeitig blind geschrieben

Blatt  5
Text zuerst mit der linken Hand dann mit der rechten Hand aus dem Buch gepaust
1973

Stiegenbett

Körperkonfiguration, Fotografik
1972
1972 1973

Schnitte / Elemente der Anschauung

Video, 17 Min., s/w
A: Imaginäre Linie, B: Serielle Montage, C: Verkehrung von Innen nach Außen, D: Ein Gegenstand und sein lautlicher Korpus
Kamera: VALIE EXPORT
9. biennale de paris. Musée d'Art moderne de la Ville de Paris; Musée National d'Art moderne/ Musée Galliera, Paris 1975


sich periodisch wiederholender ton der in einem synthesizer erzeugt wurde, es sollte nicht die illusion einer sich im raum bewegenden schallquelle erzeugt werden, vielmehr bewegt sich der ton in einem imaginären bezugsfeld - nach folgendem schema:
optisch: NAH - akkustisch: LAUT und SCHNELLE TONREPETITION
optisch: FERN - akkustisch: LEISE und  LANGSAME TONREPETITION dem seitenwechsel LINKS/RECHTS entspricht eine leichte klangfarbenänderung, bei bildteilung hört man gleichzeitig zwei tonrepetitionen. im zweiten teil des tapes werden die vier verschiedenen stufen der scheinbaren distanz vom betrachter zum abgebildeten objekt aus psychologischen gründen nicht durch lautstärkenunterschiede deutlich gemacht. vielmehr wird durch die filterung jeweils einer (Szely, Sylvia (2007), EXPORT LEXIKON, 1. Aufl., Wien.)
1971 - 1974

Split Reality

„1967 projekt einer demonstration: eine schallplatte wird, für das publikum unhörbar, gespielt. ich höre sie ab mit kopfhörern und singe dem publikum vor. (strangers in the night, sinatra). reproduktion der reproduktion qua unmittelbarkeit.“ „valie ist auf dem tv-schirm des video monitors (nur ihr kopf). sie trägt kopfhörer und singt das lied, das sie darin hört (strangers in the night). ihr gesang ist zu hören. vor dem monitor steht ein plattenspieler, auf dem die platte „strangers in the night“ läuft, ihr ton ist nicht zu hören.

realisiert in London, Sept. 1970. new arts lab, 1. int. Underground Film Festival. während der Vorführung Apparatur zusammengebrochen.“ (V.E., Archiv) „Vor einem Video-Set wird eine Schallplatte mittels Plattenspieler gespielt. Der Ton ist abgedreht, die Platte unhörbar. Im Monitor ist zu sehen, wie ich diese mit Kopfhörer abhöre und synchron zur Platte singe". Arts lab 1970 (V.E., Archiv)
1970

Spannprojektil

„für galerien und öffentliche plätze“
1969

Splitscreen - Solipsismus

expanded movie, Filminstallation, film sculptur
„Rechtwinkelig zur Leinwand steht eine Alu-Folie, auf der sich das Projektionsbild spiegelt, dadurch werden illusionistische Effekte erzielt (aus einem Boxer werden zwei, ein Boxer boxt mit sich selbst, gegen sich selbst. Splitscreen ist Reduktion in der Verdoppelung: 2 Bilder mit nur einem Projektor“ (V.E. , Archiv)

An anderer Stelle findet sich in den gleichen Text noch folgender Hinweis eingearbeitet:
„die verdoppelung, in der manieristischen malerei ein bekanntes motiv (da vinci, dali, clerici, micciota, galllionsfiguren auf antiken schiffen) hat wertow in „der mann mit der kamera“ als merkmal der kinematographie aufgebracht: er hat sich an den kanten von auslagenscheiben filmen lassen.“
(Neuer Österreichischer Film, Viennale Wien 1970, S. 54)
1968

Sehtext: Fingergedicht

Video-Poem, Video - Gedicht 1968/1973
1968

Selbstportrait mit Kamera

(Original verschollen) N8mm, 1 Min., s/w, ohne Ton (Transfer auf Video 1995) Kamera: VALIE EXPORT Performerin: VALIE EXPORT electric cinema, Amsterdam 1971
1966 - 1967